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Therapiefreiheit - eure Meinung?
#1
Hallo in die Runde,

erst mal einen schönen guten Tag!

Was mich seit einer Weile beschäftigt ist die zunehmenden Einschränkungen betreffend der Wahl von Therapien und Heilmethoden. Dies betrifft meiner Ansicht nach nicht ausschließlich die Naturheilkunde oder Komplementärmedizin, sondern ganz ähnlich oder sogar gleichermaßen die evidenzbasierte Medizin. Nämlich wenn man sich die laufenden Gesetzesänderungen ansieht. Soweit ich es verstehe, betrifft dies auch nicht einzelne Länder, sondern den gesamten Europäischen Raum, oder? Was mich darauf aufmerksam gemacht hat, war das neue Tierarzneimittelgesetz aus Deutschland, welches selbst Tierhalter und Tierheilpraktiker einschränkt. Trifft das nun auch auf die Human Medizin zu? Ich weiß es nicht, da fehlen mir die Informationen. Aber was schon ersichtlich ist, ist dass alternative Methoden immer weniger ernst genommen werden und sozusagen als reine Wohlfühl-Therapien verstanden werden. 

Wie ist eure Meinung dazu? 

Ich bin ziemlich verdattert, nachdem ich bisher hohe Stücke auch Ärzte mit Zusatzausbildung gehalten habe und mit deren Hilfe bei meinen Söhnen wie auch unseren Haustieren sehr erfolgreich war mit der Homöopathie und auch der Pflanzenheilkunde.
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#2
Nun, mich wundert es nicht, dass sogenannte "alternative" Heilungsansätze und -methoden in/von einigen Kreisen als nicht ernst zu nehmend bezeichnet, ja ins Lächerliche gezogen und/oder gar verunglimpft werden. - Was steckt hinter?
Ich denke, es ist wie so oft im Leben, schlichtweg Angst.
Angst davor, an Ansehen, Bedeutung und damit an "Marktanteilen" und letztlich auch Macht zu verlieren. Geht es hierbei wirklich um das Wohl der Patienten - oder sollte ich besser "Klienten" sagen ???

Ich betrachte das derzeitige Gesundheitssystem eher als "menschenfeindlich". - Das, auf was es meiner Meinung nach ankommt, sich Zeit für die Menschen zu nehmen, die Ursachen ganzheitlich betrachtend herauszufinden und sich ihnen heilend zu widmen, statt vordergründig die Symptome zu behandeln - oftmals ein ganzes Leben lang !!! - kommt viel zu kurz. - Vielleicht weil daran nicht so gut und viel zu "verdienen" ist?

Wenn ich sehe, mir bewusst mache, mit welch einfachen Mitteln vorgesorgt, geheilt und wiederaufgebaut werden kann, kommen mir immer mehr Zweifel an der "Gesundheitsindustrie", noch mehr, als ich ohnehin in der Vergangenheit schon hatte.

Gewiss, es wird immer Verletzungen und Krankheiten geben, denen mit einfachen Mitteln nicht beizukommen ist, doch in vielen Fällen werden m. E. Energiearbeit, Pflanzenheilkunde, Homöopathie & Co. völlig ausreichen, ja der sogenannten Schulmedizin überlegen sein.

Was hindert uns daran, einen Wechsel zu vollziehen? - Liegt es daran, dass die meisten von uns, egal ob freiwillig oder nicht, Beiträge an Kassen zahlen, die die Kosten für gewisse Leistungen und Medikamente nicht oder nur teilweise übernehmen/erstatten? - Ist es das "System", dass hier die Richtung vorgibt, gesteuert von Lobbyisten? - Werden wir über den Faktor "Geld" gezwungen, uns zu fügen?

Wenn früher im Gesundheitswesen von einer Zweiklassenversorgung gesprochen wurde - die gesetztlich Versicherten auf der einen, die privat Versicherten auf der anderen Seite - , so ist heute noch die Differenzierung, nein, ich sehe es als Spaltung, in Gentherapierte / nicht Gentherapierte hinzugekommen.

Ich denke, es ist an der Zeit, sich noch mehr Gedanken als ohnehin schon darüber zu machen, alternative Modelle zu entwickeln, die das alte weitreichend überflüssig machen.

Sehen wir uns als das, was wir sind: Wundervolle Schöpferwesen ... und machen wir etwas daraus !!!
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#3
(15.12.2021, 13:11)Dirk schrieb: Ich betrachte das derzeitige Gesundheitssystem eher als "menschenfeindlich". - Das, auf was es meiner Meinung nach ankommt, sich Zeit für die Menschen zu nehmen, die Ursachen ganzheitlich betrachtend herauszufinden und sich ihnen heilend zu widmen, statt vordergründig die Symptome zu behandeln - oftmals ein ganzes Leben lang !!! - kommt viel zu kurz. - Vielleicht weil daran nicht so gut und viel zu "verdienen" ist?

Lieber @Dirk!

Vielen Dank für die ausführliche Antwort, die für mich spannend und gefüllt mit Denkanstößen ist. Du beschreibst exakt was mir fehlt - nota bene der ganzheitliche Ansatz. Der Mensch ist doch in seiner Konzeption auf Selbstheilung ausgerichtet, oder? Was mir stark fehlt ist die Erkenntnis aus der Beobachtung der Natur. Denn Tiere in der Wildnis verhalten sich instinktiv richtig und ziehen sich zurück, wenn sie erkranken oder verletzt sind. Anders als der Mensch, welcher danach trachtet Symptome zu unterdrücken. Und dabei sind wir tatsächlich Gefangene eines Systems geworden, das offensichtlich auf Profit ausgerichtet ist. Es geht ja schon lange nicht mehr um die Gesundheit des Einzelnen, denn diese kann nicht über einen Kamm geschert werden. Es bringt doch jede/r andere Voraussetzungen mit. Dabei fehlt mir der integrative Aspekt, wobei auch psychische Faktoren miteinbezogen werden, welche laut Neuroimmunologie einen hohen Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden haben. Somit auf unsere Abwehrkräfte. 

Wie gesagt, ich bin bestürzt und hoffe auf eine Kehrtwende. Was wären deiner Ansicht nach Möglichkeiten oder alternative Modelle ausgehend von der aktuellen "Einbahnstraße"?
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